Frauennetzwerk verdichtet sich
Am 8. November ist der Lehrgang für Frauen in der Gemeindepolitik mit einer Auftaktveranstaltung im Eurac-Auditorium für 76 Teilnehmerinnen gestartet.
76 Frauen werden sich in den kommenden Wochen in mehreren Online-Workshops mit Wahlkampf, Zeitmanagement oder digitaler Kommunikation auseinandersetzen. Am 8. November fand im Eurac-Auditorium die Auftaktveranstaltung des erstmals in einer Kooperation zwischen Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen, Frauenbüro und Eurac Research organisierten Lehrgangs für Frauen in der Gemeindepolitik statt.
"Wir wollen zeigen, dass Frauen Politik können, dass sie es anders und auch besser können", hielt die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen, Ulrike Oberhammer, einleitend fest. Vizepräsidentin Nadia Mazzardis führte aus, dass das Makroverhalten über das Mikroverhalten von einzelnen Personen gesteuert werden könne, dies erfolge bei Technologien ebenso wie bei sozialem Verhalten: "Wenn wir beispielsweise bei der Betreuungsarbeit loslassen, die Väter einbinden, schaffen wir Frauen uns Zeiten, die wir dann fürs Netzwerken nutzen können", hielt Mazzardis fest.
Dass die Gesellschaft davon profitiert, wenn sich mehr Frauen politisch engagieren, davon ist auch Landeshauptmann Arno Kompatscher überzeugt: "Die Entscheidungsfindung verbessert sich, wenn die Gremien gemischt zusammengesetzt sind. Mit dem Lehrgang wollen wir Frauen bewusst fördern, weil es mehr Frauen in politischen Entscheidungspositionen braucht." Männer müssten lernen umzudenken, hielt auch der Präsident des Gemeindenverbandes, Andreas Schatzer fest: "Es braucht beide Sichtweisen in der Politik", betonte er. Der Hausherr, Eurac-Präsident Roland Psenner, unterstrich es sei evident, dass die Zukunft weiblich ist.
Damit auch die politische Zukunft weiblich(er) wird, werden sich die Teilnehmerinnen des Lehrgangs bis Ende Jänner fortbilden und vernetzen. Denn Netzwerke sind nicht nur, aber auch, in der Gemeindepolitik von Vorteil. Darüber, wie erfolgreich Gemeindepolitik gemacht werden kann, diskutierte eine Podiumsrunde bestehend aus Bürgermeisterin Cristina Pallanch, Stadträtin Emanuela Albieri, den Gemeinderätinnen Verena Waldboth, Sara Endrizzi, Stefania Baroncelli, der ehemaligen Gemeinderätin Judith Kienzl und der Vorsitzenden des Bozner Stadtviertelrates Don Bosco/Bozen Francesca Fiori sowie Carmen Krämer (Bürgermeisterin Monschau, Deutschland). Der Diskussion vorangegangen waren Impulsreferate von zu female Leadership von Sara Boscolo, zu digitaler Kommunikation von Aaron Gottardi und zur Wahlkampfplanung von Silke Bridi.
ck-ap
