Geschlechtergerechtigkeit in Wort und Bild
"Das grammatikalische Geschlecht ist relevant - es geht um das Bild, das vor unserem inneren Auge entsteht, wenn wir einen Satz lesen. Sprache spiegelt nicht nur das Bewusstsein, sie prägt es auch."
Annette Lenz in "Wie gerecht kann Sprache sein?"

Die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter ist grundlegend für eine erfolgreiche Gleichstellung. Diese Forderung wurde von der europäischen Frauenbewegung vor allem im deutschsprachigen Raum bereits in den 1980er Jahren gestellt. Dagegen wird seitdem immer wieder argumentiert, dass die Sprache durch fortwährende Doppelnennungen (Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler, Arbeiterinnen und Arbeiter…) schwer lesbar bzw. vorlesbar wird.
Das muss nicht sein - es gibt eine Vielzahl an Leitfäden und Veröffentlichungen mit guten Tipps für die praktische Umsetzung einer gendersensiblen Sprache, mit vielen Vorschlägen, wie sich ständige Doppelnennungen auf kreative Art und Weise vermeiden lassen, und zahlreichen konkreten Beispielen.
- Geschlechterneutraler Sprachgebrauch im Europäischen Parlament
- Richtlinien für eine geschlechtergerechte Sprache in der Südtiroler Landesverwaltung (Update Nov. 2024)
- Handout "Gendern im Web"
- „Guten Tag Frau Doktorin!“ Leitfaden zur Sensibilisierung für gerechte Sprache von Heidi Hintner und Claudia Messner, im Auftrag des Einheitlichen Garantiekomitees für Chancengleichheit des Südtiroler Sanitätsbetriebs
- Geschlechtersensible Sprache - ein Leitfaden für die Diözese Bozen-Brixen (2023)
- Leitfaden: geschlechtergerechte Sprache in Bild und Schrift des Landes Tirol
- Ludwig-Maximilians-Universität München: Leitfaden gendergerechte Sprache
- Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung – Wien: Leitfaden Geschlechtergerechte Sprache
- Bundeskanzlei der Schweizerischen Eidgenossenschaft: Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren
- http://www.geschicktgendern.de/
- Der Genderator, ein Genderwörterbuch für die deutsche Sprache, welches die weibliche Form von männlichen Personenbezeichnungen nennt und darüber hinaus auch neutrale Ersatzformen und Umschreibungen vorschlägt, die helfen können, einen Text lesbarer zu gestalten
- Das neue amtliche Regelwerk und das Wörterverzeichnis der deutschen Sprache wurden vom Rat für deutsche Rechtschreibung überarbeitet und sind seit 1. Juli 2024 auch in der Südtiroler Landesverwaltung verpflichtend. Interessant ist auch der Link zur geschlechtergerechten Schreibung, welcher im Artikel angeführt ist.
- Leitfaden für Stellenanzeigen, die alle erreichen. GLEICHSTELLUNG BEGINNT BEIM JOBTITEL (2025)
Eine freie Berufswahl ist für Gleichstellung entscheidend. Stereotype Rollenbilder prägen aber weiterhin die Berufswahl und das Bewerbungsverhalten vieler Menschen. Dieser Leitfaden bietet Ihnen praxisnahe Tipps zu geschlechtergerechten Stellenausschreibungen, Berufsbezeichnungen und Bildsprache. Zudem finden Sie darin Praxisbeispiele, rechtliche Grundlagen und weiterführende Links.
Auf der Website der Gleichstellungsrätin finden Sie den Leitfaden zum Herunterladen: Leitfaden-Stellenanzeigen.indd
Eine Publikation der Gleichstellungsrätin des Landes Südtirol in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bozen und Eurac Research
Archiv Geschlechtergerechtigkeit in Wort und Bild
Im Archiv finden Sie alle Nachrichten, die vor dem 8. März 2024 veröffentlicht wurden.
Letzte Aktualisierung: 31/10/2025