Rose auf den Namen Sophia Magnago „getauft“

16.05.2025, 11:13

Landesbeirat für Chancengleichheit unterstreicht die Wichtigkeit der Sichtbarkeit von Frauen und ihren Leistungen

"Taufe" der Sophia Magnago-Rose durch Patin Nadja Ahlbrecht Kompatscher
"Taufe" der Sophia Magnago-Rose durch Patin Nadja Ahlbrecht Kompatscher

Am 15. Mai, dem Tag der Hl. Sophia, wurde am Silvius-Magnago-Platz eine Rose auf den Namen Sophia Magnago getauft. Es ist eine langblühende, große, edel duftende und ausdrucksstarke Rose und sie passt damit zu Südtirol und vor allem zu Sophia Cornelissen Magnago, der Frau von Landeshauptmann Silvius Magnago, so der Obmann der Südtiroler Gärtnervereinigung Stephan Kircher.

Martha Stocker, die Präsidentin der Silvius Magnago Stiftung, Ideatorin und Vorantreiberin dieses Projektes, dankte neben den Gärtnern und dem Gemeindeverband auch dem Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen, der von Beginn an diese Initiative mitgetragen hat. Ulrike Oberhammer und Nadia Mazzardis, die Präsidentin und Vize-Präsidentin, gingen in ihren Beiträgen auf die Wichtigkeit von Frauensichtbarkeit und alles dessen ein, was Frauen leisten und was sie aushalten müssen. Und gerade dies passt auch zur Rose, neben dem, dass sie auch ein Gegensymbol zur Darstellung von Kriegs“helden“ ist.

Einen wesentlichen Beitrag leistete die Volkskundlerin Barbara Stocker. Sie war nicht nur mit vielen Menschen in Kontakt, um Sophia Magnago sichtbarer zu machen, sie las und studierte dazu auch viel. Sophia Magnago war eine weltbürgerliche und eigenständige Frau, die sich durchzusetzen wusste, die nicht nur kulturell interessiert war, sondern die selbst und mit anderen Kultur schuf. Sie gestaltete Sendungen wie „Die Welt der Frau“ im Radio und „Die Frau im Blickfeld“ im Fernsehen. Sie verfasste auch Gedichte, gestaltete Filme und war überzeugt: „Wir müssen Frauen eine Stimme geben.“

Auch für Nadja Ahlbrecht Kompatscher, die Rosenpatin zusammen mit den Südtiroler Bürgermeisterinnen und der Stiftung ist klar, dass Frau eigenständig sein und auch als solche gesehen werden muss, nicht nur in dem, was sie leistet, aber auch in dem, was sie ist. Bei ihr als Mutter, Lehrerin, Frau mit großer intellektueller Neugier und vielen Interessen, als Frau, die bei wichtigen Ereignissen an der Seite ihres Mannes Landeshauptmann Arno Kompatscher ist, als Hausfrau und als sich ständig Weiterbildende und Mutmacherin in den verschiedensten Umfeldern.

Der große Höhepunkt der Rosentaufe wurde dann von Nadja Ahlbrecht Kompatscher zusammen mit der Stiftung und den Südtiroler Bürgermeisterinnen vorgenommen und zum Abschluss erhielten alle noch von der Südtiroler Gärtnervereinigung eine Rose überreicht. Die Sophia Magnago-Rose ist in allen Mitgliedsbetrieben der Gärtnervereinigung erhältlich.

Kunstinstallation „Girls wanted“

Am Silvius-Magnago-Platz steht zurzeit auch ein Art-Container der Firma Niederstätter mit dem Titel „Girls wanted“, der mit Sophia Magnago, ihrem Sein und Anliegen in ihrer Zeit korrespondiert. Sophia Magnago war für ihre Zeit emanzipatorisch in männerdominierten Bereichen tätig, heute geht es um andere Bereiche, in denen Frauen unterrepräsentiert sind und dazu gehört alles, was mit dem Bauhandwerk zu tun hat. Darauf will auch dieser Art-Container aufmerksam machen. Daniela Niederstätter, die jetzige Firmenchefin unterstrich dies in ihren Ausführungen.

Zum guten Gelingen und der guten Netzwerkarbeit hat wesentlich die wunderbare Umrahmung der Veranstaltung durch die Gruppe Schlernsaxess beigetragen.

Martha Stocker-ap